SanDisk Connect Wireless Stick im Test

Das Thema dieses Beitrags hat ausnahmsweise nicht viel mit dem Raspberry zutun. Ich habe mir den SanDisk Connect Wireless Stick etwas genauer angeschaut, da ich das Prinzip des kleinen Speichersticks sehr interessant finde.

Bei dem oben genannten Gerät handelt es sich erstmal um einen gewöhnlichen USB-Stick, den es in Kapazitäten von 16 GB bis 128 GB gibt [Amazon-Link]. Die “langweilige” aber durchaus gängige Art der Benutzung ist sofort ersichtlich: USB-Stick in den PC oder Laptop stecken und Daten rauf- oder runterladen.


Wirklich spannend wird der kleine Stick erst, wenn man die Drahtlosfunktionen nutzt. So hat der SanDisk-Stick einen eingebauten W-LAN-Chip. Zugang zum Stick bekommt man drahtlos über zwei Wege:

  1. Der Stick erzeugt ein eigenes W-LAN, zu welchem man mit PC, Laptop oder Smartphone verbindet. Nett bei dieser Version ist, dass – zumindest bei iOS-Geräten – die W-LAN-Verbindung zum Stick hergestellt wird und gleichzeitig die 3G-Mobilfunkverbindung weiterhin für den Internetzugang verwendet wird.
  2. Man stellt den Stick so ein, dass er sich z.B. im Heimnetzwerk anmeldet. So muss am Handy kein anderes Netzwerk gewählt werden und der Stick wird einfach ein Teil des heimischen W-LAN-Netzes.  Vorteil hierbei ist, dass z.B. mit dem Handy einfach weiter über W-LAN gesurft werden kann.

Um den Stick it dem Smartphone zu verbinden, muss die App SanDisk Connect aus dem Appstore oder dem Google-Playstore geladen werden. Diese ist erfreulich einfach und auch durchaus sinnvoll gestaltet. Dies ist man von Drittanbieter-Apps zur Dateiverwaltung selten gewöhnt.SanDisk Connect App

Einmal über eine der zuvor erwähnten Möglichkeiten zum Stick verbunden, zeigt die App die Ordnerstruktur des Sticks an. Im Lieferzustand befinden sich bereits ein paar kleine Lieder, Bilder und Videos auf dem Stick. Diese können einfach angeklickt und abgespielt bzw. angezeigt werden. Laut Hersteller können sogar HD-Videos auf diese Weise gestreamt werden und das an bis zu drei Geräte gleichzeitig. Die Akkulaufzeit des Stick, während des Streamen soll bis zu 4,5 Stunden andauern. Dies reicht sogar für zwei ganze Filme. Zudem öffnet die App auch Dokument wie pdf- oder doc(x)-Dateien. Andere Dateiformate kann man aus der App einem geeigneten Programm zuführen oder z.B. an Dropbox weiterleiten. Getestet habe ich das Streaming mit .mp4- und .mov-Dateien. Diese wurden auf dem iPhone problemlos wiedergegeben. So kann also für eine lange Bahnfahrt, der Stick mit Filmen beladen werden und auf dem Handy angeschaut werden, ohne den ohnehin immer knappen Speicherplatz des Smartphones zu belegen. Im Einstellungsmenü der App lässt sich die Sicherheit des erzeugten W-LANs auf WPA2 festlegen und auch ein Passwort vergeben.

Eine kleine Enttäuschung musste ich beim W-LAN-Betrieb mit dem Macbook feststellen.SanDisk Connect Stick Macbook Der Stick wird nicht als Netzwerkfestplatte, sondern als Web-DAV-Dienst erkannt. Binde ich die IP des Sticks nun im Finder ein, so habe ich lediglich Leserechte. Sehr schade! Das ist allerdings Jammern auf hohem Niveau, denn verbindet man sich mit dem Stick mit einem Transferprogramm wie z.B. Cyberduck, so kann man wie auf einem FTP-Server, einfach Dateien auf den Stick laden oder vom Stick herunterladen. Um jedoch keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Im USB-Port wird der Stick als Wechselmedium erkannt und kann wie gewohnt als solches benutzt werden, allerdings “nur” mit USB2.0-Geschwindigkeit. Steckt der Stick einmal im USB-Port, so schaltet er alle seine W-LAN-Funktionen ab und lädt den internen Akku auf. Selbstverständlich kann der Stick auch unterwegs, ohne Laptop, an jedem gängigen USB-Netzteil geladen werden.

Fazit

Abschließend kann gesagt werden, dass der Stick einen sehr guten Eindruck macht. Er sieht optisch aus, wie ein gewöhnlicher USB-Stick und kann auch als solcher verwendet werden. Ein Druck auf den seitlich angebrachten kleinen Knopf, schaltet das W-LAN ein und meldet des Stick somit im bekannten W-LAN an oder erstellt einen eigenen Hot-Spot. Die App ist wirklich gelungen und bietet eine einfache Bedienung und eine gute Integration in das iOS-System. So können z.B. auch neuen alle Fotos und Videos des Handys automatisch auf den Stick geschickt werden und danach vom Handy gelöscht werden. Dadurch kann wiederum Speicherplatz auf dem Handy gespart werden, ohne dass auf die geliebten Fotos verzichtet werden muss. Sofern Ihr den Stick in der Hosentasche habt, dient er also als persönlicher Cloudspeicher, der zudem die Daten nicht erst durch`s Internet jagen muss um sie zu speichern.

Alles in allem ein schönes Gimmick, dass für rund 35€ in der 16-GB-Variante auf Amazon erworben werden kann. Für 128 GB Speicherplatz zahlt man rund 100 €.

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