WiPy – Die Python-Entwicklungsplattform

Nur durch Zufall habe ich WiPy entdeckt, ein kleines Entwicklungsboard, welches unter Python 3 läuft.
Auf dem WiPy läuft MicroPython, eine Implementierung von Python 3, die speziell für den WiPy angepasst wurde.

WiPy-Spezifikationen

Getrieben wird die Plattform von einem Texas Instruments CC3200, ARM Cortex-M4 SoC mit 80MHz. Zudem besitzt WiPy 256 KB RAM und 2 MB Flash-Speicher.

Erfreulicherweise verfügt WiPy sogar über ein integriertes WLAN-Modul (802.11b/g/n 16Mbps), wodurch die Einbindung in das heimische Netzwerk ein Kinderspiel sein soll. Das Board verfügt über 25 GPIO-Pins, die für Aktoren und Sensoren verwendet werden können. Alle GPIOs arbeiten mit 3,3V, wodurch sich Raspberry-Pi-Bastler gleich heimisch fühlen.
Die GPIOs bieten unter anderem folgende Funktionen:

  •  UART (x2), SPI, I2C, I2S
  •  Analog: 3×12 bit ADCs
  •  Timer: 4×16 bit mit PWM
  •  3,3 V GPIO-Pins mit maximal 250mA Strombelastung

Die Stromaufnahme bei aktiviertem WLAN-Modul soll bei nur 850µA liegen.

Zusammen mit den geringen Abmessungen des Boards (65 x 50 x 12 mm), ist es eine ideale Alternative zu Raspberry Pi und Co.
Das Pin-Layout passt auf jedes Breadboard und lässt dich dadurch wunderbar kontaktieren. Zum WiPy wird ebenfalls ein Erweiterungsboard angeboten u.a. mit LiPo-Laderegler, USB-to-Serial-Converter.
Ich werde mir WiPy auf jeden Fall näher ansehen, da ich das Programmieren in Python sehr mag. Ich kann mir auch kleine WiPy-Clients vorstellen, die durch den geringen Stromverbrauch in der Wohnung verteilt werden können und durch einen zentralen Raspberry Pi verwaltet werden. Ein detallierter Erfahrungbericht wird folgen.
Der Hersteller ist PyCom. Dieser bietet WiPy und das Erweiterungsboard im eigenen Shop an.

Alternativ kann das Board bei diesen Quellen bezogen werden:

Kommentar verfassen