Der IR-China-Scheinwerfer

Beim Stöbern auf eBay habe ich wieder ein sehr schönes Spielzeug finden können. Diesmal ist es eine runde Alu-Leiterkarte, die als Infrarotscheinwerfer für die PiNoIR angepriesen wurde. Für knapp 4€ habe dir-ring-1as kleine runde Teil einfach mal bestellt. Nach einiger Wartezeit konnte ich den Scheinwerfer endlich auspacken. Das haben die Lieferungen aus Fernost leider so an sich.

Es erwartete mich ein runder Alu-Ring mit drei Hochleistungs-Infrarot-Dioden samt aufgestecker Optik. Zusätzlich ist in der Schaltung ein Fotowiderstand verbaut, der bei nachlassender Umgebungsbeleuchtung die drei LEDs einschaltet.

Soweit so gut, allerdings wurde der kleine Ring mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht für die PiNoIR oder überhaupt für den Raspberry Pi entworfen. Ein Aufstecken, Anklipsen oder Anschrauben des Kameramoduls ist nicht möglich. Der Ring scheint ein Überbleibsel einer Taschenlampe oder einer anderen Beleuchtungseinrichtung gewesen zu sein. Aber wir wollen uns nicht beschweren. Ein Loch in der Mitte hat er, also kann dort auch eine Kamera durchschauen.

Zuerst einmal zu den technischen Daten:

Der Scheinwerferring verträgt Versorgungsspannungen zwischen 9 V und 25 V Gleichspannung. Die Stromaufnahme im Bereich von 260 mA bis 1200 mA lässt erahnen, über welche Power die LEDs verfügen. Aufgrund dieser Daten wird ebenfalls deutlich, dass für den Betrieb ein externes Netzteil notwendig ist. Verfügt man darüber, so ist der Anschluß über die mitgelieferte zwei-adrige Versorgungsleitung schnell gemacht — Plus an Rot, Minus an Schwarz.

Nun wird es aber Zeit für die Bilder. Schließlich ist es das, was zählt!

Links, der ausgeschaltete Ring, fotografiert mit der PiNoIR, rechts daneben mit abgeklebtem Sensor, eingeschaltet.

ir-ausir-ein-seite

Eine frontale Aufnahme der Linsen ist aufgrund der Helligkeit nicht möglich. Fotografiert man das Modul mit einer herkömmlichen Digitalkamera, so nimmt man lediglich ein leichtes Schimmern wahr. Das linke Bild zeigt das ausgeschaltete Modul – fotografiert mit einer Handykamera. Im rechten Bild ist das Modul eingeschaltet. 

handy-aushandy-an

Mit bloßem Auge kann man ebenfalls ein sehr leichtes Glimmern erahnen. Dies liegt wohl daran, dass die LEDs keine reine Infrarotstrahlung enthalten, sondern noch einen kleine Anteil an Licht den das menschliche Auge wahrnehmen kann.

Folgt also nun IMG_4210eine Testaufnahme in ca. 60 cm Entfernung. Dazu befestigte ich die PiNoIR hinter dem Scheinwerfer. Mit doppelseitigem Klebeband, fixierte ich die Kamera auf der Rückseite des Alu-Rings. Als Motiv dient ein momentan ungebrauchter Raspberry Pi.

dritte-hand    testaufbau

Die Aufnahme links zeigt das Bild der PiNoIR bei abgedunkeltem Raum ohne infrarotes Licht, rechts daneben wurde der Scheinwerfer eingeschaltet — Der Unterschied ist deutlich.

ir-scheinwerfer-aus-dunkelir-scheinwerfer-ein-klein

Im letzten Versuch, hielt ich den gleich Aufbau aus dem Dachfenster und zielte auf die etwa 10 Meter entfernte Nachbar-Hauswand. Auch hier schafften es die drei LEDs, die Hauswand zu erhellen.
Links ohne Beleuchtung, rechts mit.

nachbar-1 nachbar-2

Zu finden ist der kleine Scheinwerfer unter diesem Link bei eBay.

Viel Spaß beim nächtlichen Filmen!

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